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Insekten gehören seit Tausenden von Jahren zur menschlichen Ernährung, auch wenn sie heute vielen ungewöhnlich erscheinen. Daran erinnert eine Studie von Professorin Lisa-Marie Shillito vom Fachbereich Archäologie der Durham University, veröffentlicht in der Fachzeitschrift World Archaeology. Laut dieser Arbeit kann die Archäologie dazu beitragen, wie wir nachhaltige Ernährung und alternative Proteine verstehen.
Archäologische Spuren des Insektenverzehrs
Laut den von Phys.org wiedergegebenen Daten liefern archäologische Stätten weltweit Hinweise auf den Verzehr von Insekten. Die Forschenden haben solche Spuren in antiken menschlichen Exkrementen, an Werkzeugen und Kochgeschirr sowie in Überresten entdeckt, die auf das Sammeln und Lagern dieser Tiere hinweisen.
Die Archäologie der Ernährung stützt sich auf solche indirekten, oft unauffälligen Belege. Ein organischer Rückstand an einem Werkzeug oder einer Vorratsstruktur kann eine Nutzung als Nahrung offenbaren, die man auf den ersten Blick nicht vermuten würde.
Nordamerika und Australien: frühe Beispiele
In Nordamerika zeigen archäologische Funde, dass die Bevölkerung Heuschrecken, Käfer und andere Insekten verzehrte. Quellen verweisen außerdem auf Hinweise aus Australien: Motten, also Nachtfalter, sollen vor rund 2.000 Jahren gegart und anschließend zu Nahrung zermahlen worden sein.
Diese Beispiele zeigen, dass der Verzehr von Insekten im Verlauf der menschlichen Geschichte nichts Außergewöhnliches war. Er gehört zu lokal entwickelten, teils hochentwickelten Ernährungstraditionen.
Bis heute lebendige Praktiken
Insekten bleiben in vielen Regionen Afrikas, Asiens und Lateinamerikas ein wichtiger Bestandteil traditioneller Küchen. Heuschrecken werden zum Beispiel unter anderem in Uganda und in Mexiko gegessen.
Die Haltung gegenüber diesen Lebensmitteln variiert je nach Kultur und wandelt sich im Laufe der Zeit. In vielen westlichen Gesellschaften lösen Insekten dagegen Ekel aus, obwohl sie eine lange Geschichte als Nahrungsmittel haben.
Die kritische Selbstbefragung einer Archäologin
Lisa-Marie Shillito weist darauf hin, dass Insekten häufig als Nahrungsmittel der Zukunft dargestellt werden. Ihrer Auffassung nach gehören sie für viele Bevölkerungsgruppen bereits seit langem zu einem kulinarischen Erbe. Sie betont, dass Archäologinnen und Archäologen solche Spuren selbst übersehen können, wenn sie Insekten nicht als Nahrung betrachten.
Diese Überlegung regt dazu an, zu hinterfragen, was als Lebensmittel gilt, auch innerhalb der Disziplin selbst. Diese Geschichte anzuerkennen kann laut der Autorin helfen, anders darüber nachzudenken, was wir künftig essen werden.
Umweltaspekte und Perspektiven
Insekten können gegenüber vielen konventionellen Tierhaltungssystemen Umweltvorteile bieten. Je nach Art und Haltungsform kann ihre Produktion pro Einheit essbaren Proteins weniger Fläche benötigen und weniger Treibhausgase verursachen.
Die Studie vertritt die Auffassung, dass die Einbeziehung von Insekten in das menschliche Ernährungserbe alternative Proteine nicht als fremde Neuheit erscheinen lässt, sondern als Teil einer langen Geschichte von Ernährungsentscheidungen. Die Forschenden hoffen, so vielfältigere und widerstandsfähigere Ernährungssysteme zu fördern.
Häufige Fragen
Wurden Insekten in der Vorgeschichte gegessen?
Archäologische Daten zeigen, dass Insekten in verschiedenen Regionen der Welt über Tausende von Jahren verzehrt wurden. Die Forschenden erkennen diese Nutzung an Spuren in antiken Exkrementen, auf Werkzeugen und in Vorratsstrukturen. Diese Hinweise sind oft unauffällig und erfordern eine genaue Auswertung.
Warum kann die Archäologie bei der Frage nach nachhaltiger Ernährung helfen?
Laut der in World Archaeology veröffentlichten Studie wirft die Geschichte des Insektenverzehrs ein Licht auf antike Ernährungspraktiken. Sie relativiert die Vorstellung, Insekten seien eine Neuheit. Diese Perspektive kann die Diskussion über alternative Proteine bereichern.
Sind Insekten umweltfreundlicher als Fleisch?
Das hängt von Art und Haltungsform ab. Laut den wiedergegebenen Daten kann die Insektenzucht pro Einheit essbaren Proteins weniger Fläche benötigen und weniger Treibhausgase erzeugen als manche konventionelle Tierhaltung. Die Bilanz muss daher im Einzelfall bewertet werden.
Welche Länder essen heute noch Insekten?
Insekten sind in den traditionellen Küchen vieler Regionen Afrikas, Asiens und Lateinamerikas weiterhin präsent. Heuschrecken werden unter anderem in Uganda und Mexiko erwähnt. Diese Bräuche unterscheiden sich stark von Kultur zu Kultur.
Quellen
Originale Zusammenfassung, mit Hilfe künstlicher Intelligenz aus den angegebenen Quellen verfasst, automatisch geprüft und aus dem französischen Original übersetzt. Informationen und Zitate gehören ihren Urhebern. Französisches Original lesen.


